Leben im Handumdrehen.
Aufführung ohne Probe.
Körper ohne Bewährung.
Schädel ohne Bedacht.
Ich kenne die Rolle, die ich spiele, nicht.
Ich weiß nur, sie ist unauswechselbar, mein.
Was das Stück soll, werde ich erst auf der Bühne erraten.
Dürftig gerüstet für den Ruhm des Lebens,
ertrage ich das mir aufgezwungene Tempo der Handlung mit Mühe.
Ich improvisiere, obwohl mich das Improvisieren ekelt.
Ich stolpre auf Schritt und Tritt über die Sachunkenntnis.
Mein Sosein riecht nach Provinz.
Meine Instinkte sind Dilettantismus.
Das Lampenfieber, das mich rechtfertigt, demütigt mich um so mehr.
Die mildernden Umstände finde ich grausam.
Nicht rücknehmbar sind die Worte und Gesten,
die Sterne nicht zählbar,
und der Charakter, wie ein Mantel, im Laufen zu Ende geknöpft –
das sind die kläglichen Folgen der Eile.
Übt man wenigstens rechtzeitig einen Mittwoch
oder man wiederholte wenigstens einen Donnerstag!
Aber schon naht der Freitag mit dem mir fremden Szenario
Ist das in Ordnung – frag ich
(mit heiserer Stimme,
denn nicht mal hüsteln durfte ich hinter den Kulissen)?
Es täuscht der Gedanke, die Prüfung sei beiläufig nur,
im provisorischen Raum zu bestehen. Nein.
Ich steh vor den Dekorationen und seh, wie solide sie sind.
Die Präzision verschiedener Requisiten fällt auf.
Der Drehmechanismus funktioniert seit geraumer Zeit.
Sogar die entferntesten Nebel sind angezündet.
Kein Zweifel, es ist Premiere.
Und was ich auch tue,
verwandelt sich ein für alle Mal in das, was ich tat.
(Wisława Szymborska)
Hinter eines Baumes Rinde
wohnt die Made mit dem Kinde.
Sie ist Witwe, denn der Gatte,
den sie hatte, fiel vom Blatte.
Diente so auf diese Weise
einer Ameise als Speise.
Eines Morgens sprach die Made:
“Liebes Kind, ich sehe grade,
drüben gibt es frischen Kohl,
den ich hol’. So leb denn wohl.
Halt! Noch eins, denk, was geschah,
geh nicht aus, denk an Papa!”
Also sprach sie und entwich. —
Made junior jedoch schlich
hinterdrein, und das war schlecht,
denn schon kam ein bunter Specht
und verschlang die kleine fade
Made ohne Gnade. — Schade.
Hinter eines Baumes Rinde
ruft die Made nach dem Kinde.
(Heinz Erhardt)
He was not my boyfriend. On the other hand, he wasn’t just a friend either. Instead, our relationship was elastic, stretching between those two extremes depending on who else was around, how much either of us had to drink, and other varying factors. This was exactly what I wanted, as commitments had never really been my thing. And it wasn’t like it was hard, either. The only trick was never giving more than you were willing to lose.
(Sarah Dessen)
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
(Hermann Hesse)
There’s a woman on the outside
Looking inside, does she see me?
No she does not really see me
‘Cause she sees her own reflection.
And I’m trying not to notice
That she’s hitching up her skirt
And while she’s straightening her stockings
Her hair has gotten wet.
(Suzanne Vega)
Tall and tan and young and lovely,
The girl from Ipanema goes walking now,
when she passes
each one she passes goes “daboo-du-daa!”
When she walks she’s like a samba that,
Swings so cool and sways so gentle,
That when she passes
each one she passes goes “daboo-du-daa!”
(Amy Winehouse)
Hun sitter foran meg på første rad.
Hun har, blåe øyne, er bestandig glad.
Jeg er forelska, men jeg får det ikke frem.
Jeg sender lapper, men jeg få’kke no’ svar.
Hun synes at jeg ikke er no’ til kar.
Hun er forelska, men det er ikke i meg.
Hun er forelska i lærer’n.
Forelska i lærer’n.
Hun er forelska i lærer’n
Og ikke i meg.
Lærer’n vår er tjue år.
Han har kraftig kropp og halvlangt hår.
Han er hele skolens Don Juan.
Og jeg er bare femten år.
Hun sier “kom tilbake om fire år”.
Hun er forelska, men
Det er ikke i meg.
Hun er forelska i lærer’n.
Forelska i lærer’n.
Hun er forelska i lærer’n
Og ikke i meg.
(The Kids)
in einer zeit in der selbst regale
namen haben
willst du nicht namenlos sein
wie diese stadt
mit ihren springbrunnen
auf zu breiter einkaufsmeile
allein
nur wir zwei
sehen eine grüne libelle
verenden auf dem playmobil
spielfeld im schaufenster bei vedes
totengräberkäfer legen für uns
kaleidoskope auf den stufen
zum schlossberg
(Maik Lippert)
Adam und Eva waren inzwischen in ein tiefsinniges Gespräch vertief. Diese Gabe ist den Liebenden bis heute erhalten geblieben: Daß sie über Gott und die Welt philosophieren und einen gedankenschweren Eindruck machen können, während in Wahrheit nur ihre Lenden arbeiten und alle Philosophie nur Blendwerk ist.
(Oliver Fehn - Das verlogene Paradies)
Liebe kommt zuerst, aber gleich hinterher kommt Glanz und Ehre, und dann kommt Zerstreuung - ja, Zerstreuung, immer was Neues, immer was, daß ich lachen oder weinen muß. Was ich nicht aushalten kann, ist Langeweile.
(Theodor Fontane - Effi Briest)
Auf den Fotos spielen die Kinder
Im Sand wie bei Bob Dylan
Und Muscheln fallen aus ihrer Hand.
(Wir Sind Helden)
Meine Albträume bevölkern jetzt Legionen wohlmeinender, überaus sozial engagierter, zum Jahreswechsel in Spendengalas aufmarschierende Frauen und Männer, die ihre Vortrefflichkeit in jede Ritze des Lebens mit einem Dauerlächeln hineinreiben wie Salz in eine Wunde. Ihren Schrecken verbreiten sie dabei ganz ohne Mordlust, obschon ihr Lächeln wie von Ferne dem des mörderischen Clowns zu ähneln scheint. Sie schauen je nach Bedarf ernst, betroffen, besorgt oder heiter drein, freuen sich und sind traurig auf Abruf und vor aller Augen, dabei immer makellos und für die Kameras wie gemacht, Frauen und Männer eben, die bei allem, was sie tun, immer so aufgeräumt und blitzblank und perfekt aussehen wie die Küchen Kinderloser in Design-Hochglanzmagazinen, kurzum: wie die zu Guttenbergs.
(Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Nr. 52, 02/01/2011, S.3)
Es schlug mein Herz, geschwind, zu Pferde!
Es war getan fast eh gedacht.
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hing die Nacht;
Schon stand im Nebelkleid die Eiche
Ein aufgetürmter Riese, da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.
Der Mond von einem Wolkenhügel
Sah kläglich aus dem Duft hervor,
Die Winde schwangen leise Flügel,
Umsausten schauerlich mein Ohr;
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer,
Doch frisch und fröhlich war mein Mut:
In meinen Adern welches Feuer!
In meinem Herzen welche Glut!
Dich sah ich, und die milde Freude
Floß von dem süßen Blick auf mich;
Ganz war mein Herz an deiner Seite
Und jeder Atemzug für dich.
Ein rosenfarbnes Frühlingswetter
Umgab das liebliche Gesicht,
Und Zärtlichkeit für mich - ihr Götter!
Ich hofft es, ich verdient es nicht!
Doch ach, schon mit der Morgensonne
Verengt der Abschied mir das Herz:
In deinen Küssen welche Wonne!
In deinem Auge welcher Schmerz!
Ich ging, du standst und sahst zur Erden
Und sahst mir nach mit nassem Blick:
Und doch, welch Glück, geliebt zu werden!
Und lieben, Götter, welch ein Glück.
(Johann Wolfgang von Goethe)
This is a story of boy meets girl. The boy, Tom Hansen of Margate, New Jersey, grew up believing that he’d never truly be happy until the day he met the one. This belief stemmed from early exposure to sad British pop music and a total mis-reading of the movie ‘The Graduate’. The girl, Summer Finn of Shinnecock, Michigan, did not share this belief. Since the disintegration of her parent’s marriage she’d only love two things. The first was her long dark hair. The second was how easily she could cut it off and not feel a thing. Tom meets Summer on January 8th. He knows almost immediately she is who he has been searching for. This is a story of boy meets girl, but you should know upfront, this is not a love story.
(500) Days of Summer
How I wish, how I wish you were here.
We’re just two lost souls swimming in a fish bowl
Year after year.
(Pink Floyd)
Seidel, 0.33l: 15,00 NOK
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Being a member of the board: priceless.
There are some things money can’t buy. For everything else, you can use the basement.
Baguette with cheese and ham: 31,00 NOK
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'Consequently, policies which undermine the family threaten human dignity and the future of humanity itself. The family unit is fundamental for the educational process and for the development both of individuals and states.